Kontinuität in der Internationalisierung: BOGE Rubber & Plastics bleibt auf Wachstumskurs

 

Damme. Der Automobilzulieferer BOGE Rubber & Plastics hat im Geschäftsjahr 2016 erneut einen Rekordumsatz erzielt - er  wuchs um 3,2 Prozent auf 763,4 Mio. Euro. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das Großprojekt Kunststoff-Pedalwerke am Standort Damme. Dass der Automobilzulieferer weiterhin auf Wachstumskurs liegt, hat für Dr. Torsten Bremer, CEO von BOGE Rubber & Plastics, im Wesentlichen drei Gründe. „Innovative Produkte, die weitere Internationalisierung und engagierte Mitarbeiter sind die entscheidenden Faktoren für diese positive Entwicklung. Dies wird für uns weiterhin die Basis sein, um auch als Zulieferer die Zukunft der Automobilindustrie mitzugestalten“, betonte Dr. Bremer während der Jahres-Pressekonferenz am Freitag (28. April) in der Konzernzentrale im niedersächsischen Damme.
 

Technologische Kompetenz
Um die Position als Technologie- und Innovationsführer weiter zu festigen, investierte  BOGE Rubber & Plastics im Geschäftsjahr 2016 über 44,6 Mio. Euro - mehr als fünf Prozent des Gesamtumsatzes. „Wir schätzen die Verlässlichkeit unseres Eigentümers und dass die Zusagen hinsichtlich der Investitionen eingehalten werden“, sagte Dr. Bremer. Deutschland steht mit einem Investitionsvolumen von 22,2 Mio. Euro an der Spitze, gefolgt von der Slowakei (10,3 Mio. Euro) und China (6,2 Mio. Euro). Zu den großen Investitionsprojekten gehörten 2016 das Pedalwerk-Projekt am Standort Damme, das Motorlagersystem MLBevo für Audi (Modularer Längsbaukasten der zweiten Generation) am Standort Simmern (Hunsrück) sowie im slowakischen Trnava die Projekte Kupplungspedalmodul für Ford, Stützlager für BMW und Pendelstützen und Getriebelager für VW (Plattform MQB, A0)  sowie die Motorlager für Alfa Romeo Giorgio (Simmern/Deutschland) und die hydraulischen Fahrschemellager für Audi (Modularer Längsbaukasten/ MLBevo) am Standort Damme.

Kontinuierlich in Forschung und Entwicklung zu investieren, ist für BOGE Rubber & Plastics ein wesentlicher Teil der Strategie: 35,2 Mio. Euro flossen im Geschäftsjahr 2016 in diesen Bereich. Dies entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres. Insgesamt sind dies 4,6 Prozent des Umsatzes. Weltweit beschäftigt der Automobilzulieferer über 300 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, die sich immer mehr global orientiert und organisiert. „Wir verfügen weltweit an unseren Entwicklungsstandorten über eine hohe Kompetenz, um unsere Kunden auch vor Ort optimal zu unterstützen“, betonte Dr. Bremer. Hauptentwicklungsstandorte sind Damme und Bonn (beide Deutschland). Regionale Entwicklungszentren gibt es in Hebron (USA), Trnava (Slowakei), Qingpu (China), Fontenay (Frankreich) und Dingley (Australien). In Novi (USA), Yokohoma (Japan) und Turin (Italien) sind technische Vertriebsbüros.

Ziel von BOGE Rubber & Plastics ist es laut BOGE-Chef, zusammen mit den Kunden und Lieferanten weiterhin innovative Lösungen für die Neuausrichtung der Automobilindustrie zu erarbeiten und marktfähig zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier im Leichtbau. Zudem spielen die steigenden Anforderungen des Fahrkomforts - von der Schwingungsreduktion bis zur Geräuschoptimierung - eine zentrale Rolle.
 

Internationalisierung 2016: Zweites Werk in China und Büro in Japan

Mit BOGE Rubber & Plastics Zhuzhou Co. Ltd. hat BOGE Rubber & Plastics jetzt ein weiteres Werk in China, dem größten Automobilmarkt der Welt. Der Geschäftsbereich Automotive von Zhuzhou Times New Material Technology Co., Ltd (TMT) wurde in die BOGE Rubber & Plastics Group integriert. TMT ist die Muttergesellschaft von BOGE Rubber & Plastics. Nach der Eröffnung des Werkes in QingPu nahe Schanghai im Jahr 2008 ist die BOGE Rubber & Plastics Group damit mit einem zweiten Standort in China vertreten. Das BOGE-Werk in Zhuzhou konzentriert sich auf Produkte der automobilen Schwingungstechnik und akustische Isolationskomponenten. Derzeit ist das Fertigungsprogramm von BOGE Rubber & Plastics Zhuzhou Co. Ltd. schwerpunktmäßig auf die Herstellung von Gummi- Metallkomponenten für Lastkraftwagen und Busse ausgerichtet. Mit dem neuen Werk erhält BOGE Rubber & Plastics den direkten Zugang zu den lokal-chinesischen Fahrzeugherstellern.

Ein weiterer wichtiger Schritt, die globale Präsenz weiter auszubauen, bedeutete die Eröffnung des Büros in Yokohama (Japan). Damit ist BOGE Rubber & Plastics jetzt auch im viertgrößten Automobilmarkt der Welt präsent. In Japan hat eine Vielzahl international erfolgreicher Fahrzeughersteller ihren Stammsitz.

Die Analyse des Umsatzes nach Regionen zeigt, dass Deutschland für den global führenden Anbieter für Schwingungstechnik und Kunststofflösungen in der Automobilindustrie nach wie vor der größte Markt ist. Hier wird rund 40 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet (307,7 Mio. Euro) gefolgt von Nordamerika mit einem Anteil von 21 Prozent (159,0 Mio. Euro) und Asien/Pazifik mit 16 Prozent (118,5 Mio. Euro).
 

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte BOGE Rubber & Plastics durchschnittlich 3.758 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.765 Mitarbeiter). Die meisten Mitarbeiter sind in Deutschland tätig (ca. 1.800) gefolgt von China (ca. 800), der Slowakei (ca. 700) und den USA mit ca. 250 Mitarbeitern.
 

Ausblick

Auch in den nächsten Jahren wird die BOGE Rubber & Plastics Group ihre Internationalisierungsstrategie weiter fortsetzen. „Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir noch internationaler werden. Es geht darum, in den wichtigen Märkten der Welt präsent zu sein. In den USA und Europa sind wir seit Jahrzehnten gut vertreten, aber die wesentlichen Wachstumspotenziale liegen seit einigen Jahren in Asien. Noch sind wir in China und in anderen asiatischen Staaten wie beispielweises Südkorea unterrepräsentiert. Es geht darum, für dortige Kunden nicht nur örtlich zu produzieren, sondern Entwicklungsprojekte in vollem Umfang betreuen zu können“, erläutert Dr. Bremer die Strategie.

Ein weiterer  Schritt, diese Strategie umzusetzen, ist es, die Marktpräsenz in China weiter zu erhöhen, um dem starken Marktwachstum des Automobilmarktes in China auch weiter erfolgreich gerecht werden zu können. Baubeginn für das dritte Werk in China soll im Mai dieses Jahres sein. Der Produktionsstart in Wuxi ist für 2018 vorgesehen. Mit den zusätzlichen Produktionskapazitäten soll ein jährlicher Umsatz in Höhe von ca. 100 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Damit würde BOGE Rubber & Plastics  den  gesamten Umsatz in China auf über 250 Mio. Euro pro Jahr steigern. 

Ein weiterer wesentlicher Baustein der  Wachstumsstrategie für BOGE Rubber & Plastics  ist Mexiko, derzeit der siebtgrößte Produktionsstandort in der Automobilindustrie weltweit. Der Produktionsanlauf in San Luis Potosí soll in diesem Quartal erfolgen. „Als global agierender Automobilzulieferer unterstützen wir damit unsere Top-Kunden, die zum größten Teil bereits mit eigenen Produktionsstätten in Mexiko sind bzw. weitere Kapazitäten aufbauen“, so Dr. Bremer. Im mexikanischen Werk sollen Projekte aller Produktlinien, also in den Bereichen Schwingungstechnik Fahrwerk und Antriebsstrang sowie des Bereichs Kunststoffkomponenten und -module realisiert werden.

Auch 2017 will der Automobilhersteller auf Wachstumskurs bleiben. Auf der Basis eines prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums in Höhe von 3,4 Prozent und einer Steigerung der weltweiten Automobilproduktion (Pkw und Nutzfahrzeuge) von einem Prozent auf 96,7 Mio. Einheiten rechnet BOGE Rubber & Plastics für 2017 mit einem Umsatzwachstum in Höhe von mindestens fünf Prozent.

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